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1953 maturierte er in der Bundesgewerbeschule Wien-Schellinggasse Hochbau. 1962 erhielt er die Baumeisterkonzession und engagierte noch im ersten Jahr zwei Arbeiter und zwei Angestellte in seinem eigenen Unternehmen. Lugner spezialisierte sich auf die Renovierung von Altbauten und die Errichtung von Tankstellen. In den auftragsschwachen Jahren weitete er seine Bautätigkeit auf Bürohäuser mit angeschlossenen Tiefgaragen aus. Für Aufsehen sorgten der Bau der Wiener Moschee und die Renovierung des Stadttempels der jüdischen Kultusgemeinde Wien. 1990 wurde mit Dagmar Koller im September die Lugner-City eröffnet, damals das siebentgrößte Einkaufszentrum in Österreich. Seit 1999 zog er sich sukzessive aus dem operativen Baugeschäft zurück und übergab das Bauunternehmen an seine Söhne. Über ihn selbst wird immer wieder berichtet, er befände sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
1998 kandidierte Lugner bei der Bundespräsidentenwahl und wurde mit 9,9 Prozent der Wählerstimmen vierter von fünf Kandidaten. Bei der Nationalratswahl 1999 erhielt er mit „Die Unabhängigen" 1,02 Prozent der Stimmen. Das Einkaufszentrum Lugner City
Im September 2005 wurde die Lugner Kino City eröffnet, die in elf Sälen Platz für 1840 Besucher bietet. Anfang Februar 2007 kam es zur öffentlichen Kontroverse, als Abtreibungsgegner Lugner vorwarfen, mit der Vermietung von Raum in der „Lugner-City" an das sexualmedizinische Zentrum VenusMed auch mitverantwortlich für die dort durchgeführten Abtreibungen zu sein, was – nach Aussage von Weihbischof Andreas Laun – die automatische Exkommunikation nach sich zieht.[4][5] Richard Lugner war seit 1990 mit seiner vierten Frau Christina „Mausi" Lugner verheiratet und hat mit ihr eine Tochter namens Jacqueline. Aus früheren Ehen hat er zwei erwachsene Söhne. Am 2. August 2007 ließ sich das Ehepaar Lugner scheiden.
Seit 2005 strahlt der österreichische Privatsender ATV die Reality-Soap Die Lugners nach dem Vorbild der US-Serie The Osbournes aus. Kurz nach der Scheidung Lugners im Sommer 2007 hatte ATV die Idee, ein neues Format zu produzieren, in dem Richard Lugner eine neue Frau für sein Glück findet. Mit der Siegerin der Sendung, Bettina Kofler, war er ein Jahr lang zusammen. Im November 2008 trennten sich die beiden während eines Türkeiurlaubs.
In der Satiresendung Wir sind Kaiser bittet Lugner als Running Gag jede Woche um eine Audienz beim Kaiser, wird aber immer wieder abgewiesen.
2009 beabsichtigte Lugner, bei der Bundespräsidentenwahl 2010 zu kandidieren. Zunächst wurde das BZÖ als unterstützende Partei genannt, dieses dementierte jedoch und verwies auf die ÖVP.

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